Mediator, also Vermittler, zu sein ist auf der Basis ganz normaler Erfahrungen aufgebaut.
Streiten und Konflikt sind für alle von uns Teil des Lebens. Wir haben deutlich individuelle Muster dabei über die Zeit erworben und gebildet.

Das geht natürlich los mit den Geschwisterrivalitäten in der Herkunftsfamilie.
Da sind dann die noch immer sehr unterschätzten Schlüsselerfahrungen dazu in der Schule und in den Interaktionen mit Gleichaltrigen, den sog. Peer-groups.
Die dort erlebten und erlernten Muster von Behauptung, Fairness und Niederlagen prägen uns mehr als uns bewußt ist.
Einen starken Einfluss auch bei mir in dieser Thematik hat der Bildungsapparat, den ich durchlaufen habe.
Da ist die Schule samt Lehrer und Umgangsstil dort, sowie die Universität mit historischer und systematischer Behandlung der menschlichen Konfliktverstrickungen.
Dramatisiert ist die Bildung von Mustern stets und immer im Privat- und Liebesleben, denn da sind die starken Gefühle am Werk.

Professionell habe ich in einer Zeit mit großen Konflikten im Beruf und auch privat Mediation als neuen Stern am Himmel der Konfliktbearbeitung kennengelernt und eine Ausbildung absolviert.

Mediation zu erlernen und auszuüben hat meine gesamte Haltung verändert.
Ich habe gelernt, streiten und ringen, kämpfen und standhalten als natürliche Seiten des Lebens immer mehr anzunehmen.
Ausweichen, sich wegducken bei und verdrängen von Konflikten ist immer weniger mein Weg.
Dabei mache ich im beruflichen Tun und auch im privaten Erleben die Erfahrung, dass sich Erstaunliches zeigt, wenn der erste Impuls des Ausweichens überwunden ist.

Der beste Umgang mit dem Konflikt ist, ihn in aller Ruhe bei den Hörnern zu packen!
Nicht in der Hitze des Augenblicks, nicht als Kampf um Siegen oder Rechthaben, nicht als Rache- und Zerstörungssturm.
Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit den richtigen Menschen.

Im Titel meiner Praxis „streitweise“ will ich das genau ausdrücken.
Es gibt gute Streitweisen und es ist auch weise, das richtig zu tun.